Rund ein Drittel aller Brände in Unternehmen geht auf Elektrizität zurück – und fast immer beginnt es mit demselben Muster: Eine lose Klemmstelle, ein korrodierter Kontakt oder ein überlasteter Abgang erwärmt sich über Monate unbemerkt, bis Isolation verschmort und ein Schwelbrand entsteht. Von außen ist der Verteiler unauffällig, die Sicherung löst nicht aus – mit bloßem Auge ist das Problem nicht zu erkennen.
Genau hier setzt die Elektrothermografie an: Mit der Wärmebildkamera machen wir Temperaturabweichungen in Schaltschränken, Verteilungen und an Maschinen sichtbar – berührungslos, im laufenden Betrieb und unter realer Last. Unsere Aufnahmen und deren Dokumentation erfolgen in Anlehnung an die DIN 54191 (Thermografische Prüfung elektrischer Anlagen).
Wärmebildaufnahmen der relevanten Schaltschränke, Verteilungen, Sammelschienen, Sicherungsabgänge und Klemmstellen – unter Betriebslast, denn nur dann zeigen sich thermische Schwachstellen
Auffälligkeiten wie lose oder korrodierte Verbindungen, Schieflasten, überlastete Stromkreise, defekte Sicherungselemente und Schütze
Einordnung jeder Auffälligkeit nach Temperaturdifferenz mit klarer Priorisierung: beobachten, zeitnah instand setzen oder sofort handeln
Thermografiebericht mit Wärmebild und Realbild je Befund, Angaben zu Lastzustand und Messbedingungen sowie konkreter Handlungsempfehlung
Auf Wunsch Wiederholungsaufnahme nach der Instandsetzung zur Kontrolle der Mängelbeseitigung
Das Ergebnis ist kein Bilderstapel, sondern eine priorisierte Maßnahmenliste, mit der Ihre Elektrofachkraft oder Ihr Installateur gezielt arbeiten kann.
Die DGUV V3 Prüfung weist die elektrische Sicherheit Ihrer Anlagen nach – Schutzleiter, Isolation, Schutzmaßnahmen. Thermische Schwachstellen unter Last zeigt sie jedoch nur begrenzt: Eine lose Klemme kann alle Messwerte bestehen und trotzdem glühen. Die Kombination aus beidem ist deshalb ein wirksamer Schutz gegen Elektrobrände. Im Kombitermin erledigen wir beides in einem Einsatz – die Anlage ist ohnehin zugänglich, Sie sparen Anfahrt und Abstimmungsaufwand.
Nein – im Gegenteil. Die Aufnahmen erfolgen bewusst im laufenden Betrieb unter möglichst hoher Last, weil sich thermische Schwachstellen nur dann zeigen. Ihr Betrieb läuft während der Untersuchung normal weiter.
Bewährt hat sich ein jährlicher Turnus, idealerweise gekoppelt an die DGUV V3 Prüfung. Bei hoher Anlagenauslastung oder älteren Installationen auch häufiger.
Viele Sachversicherer sehen regelmäßige thermografische Untersuchungen der Elektroanlagen positiv, da sie das Brandrisiko nachweislich senken. Welche Anforderungen Ihr Versicherer im Detail an solche Untersuchungen und deren Durchführung stellt, entnehmen Sie Ihrem Versicherungsvertrag – sprechen Sie uns gern darauf an.
Nein, sie ergänzt sie. Die DGUV V3 Prüfung ist die gesetzlich geforderte elektrische Sicherheitsprüfung; die Thermografie macht zusätzlich thermische Risiken unter Last sichtbar, die messtechnisch unauffällig bleiben können. Zusammen ergeben beide das vollständige Bild.
Das richtet sich nach Anzahl und Größe der Verteilungen und Schaltschränke – los geht es bereits ab 39 € für den kleinsten Verteiler inklusive zwei Wärmebildaufnahmen. Sie erhalten vorab ein kostenloses, unverbindliches Angebot – am günstigsten im Kombitermin mit Ihrer DGUV V3 Prüfung.